Freitag, 29. Juni 2007

Bäcker, Berge und Stromkabel.

Guten Tag. Ich hoffe Sie haben nicht die roten Socken an.

Stellen Sie sich vor, Sie haben Hunger und ziehen die Konsequenzen, indem Sie einen nahegelegenen Bäcker aufsuchen. Man gibt Ihnen das Essen, aber ohne es zu wissen bezahlen Sie den Durst gleich mit. Stellen Sie sich vor, Sie können nicht reklamieren, da es den Bäcker eigentlich nicht gibt und da es natürlich auch keinen Getränkemarkt gibt, denn schließlich waren all unsere Ausführungen nur imaginär. Der Durst aber scheint sehr reell zu sein, zu reell als ihn wie unsere restlichen Überlegungen nach getanem Durchdenken beiseite legen oder gar sich seines entledigen zu können. Stellen Sie sich dieses Schlamassel vor.

Das Telefon klingelt gerade, sicher nicht für mich. Nein es hat schon aufgehört zu klingeln, verzeihen Sie die Unterbrechung.

Trotz des scheinbaren Leistungstiefs, welches gerade durchlaufen wird, scheint es doch so, als gäbe es hier so erstaunlich viele Hochs, dass die Wanderschuhe beinahe wieder herausgeholt werden müssen. Das mag mir gefallen, denn es macht kaum mehr etwas ins Tal runter zu müssen, wenn man danach so weit rauf darf, wie man unter günstigen Leistungsumständen gar nicht kommen würde. Drei Kniebeugen und eine Liegestütze für den nächsten Berg.

Den Herrn Halsweh hat heute also der Herr Schnupten abgelöst. Scheint ganz so, als wäre die Firma Erkältung mal wieder am Werk. Oh, wie ich diese Firma hasse...

Auch denke ich, dass ein Kampf nach vorne immer mit Spannungsaufbau verbunden ist. Ich persönlich finde das durchaus schade, obgleich mir bewusst ist, wie schwierig eine Lockerung ist. Aber es erstaunt mich doch, wie sämtliche Machtspiele und Machtstrategien völlig auf Spannungen übertragen werden können, ganz ohne Nachlass. Deshalb sterben sie auch nicht früher, die Arbeiter als die Politiker zum Beispiel, weil die Spannung immer gleich bleibt. Spannungsaufbau bei Anstrengungsaubbau scheint ein natürlicher menschlicher Prozess zu sein, die zwei Größen scheinen beinahe komplementär. Letzteres jedoch ist ein Trugschluss, ganz sicher.

Nun gut, es ist an der Zeit Ihnen noch einen schönen Tag zu wünschen.

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